Adrian Bütikofer
Plastiken & Installationen

Performance "Räucherzeit Neuzeit"
24. September 2005, Werkatelier im Paradiesgärtli, Steinmaur
Unruhig erscheint der Geist des Ortes aus den Nebelschwaden, möchte sich ausseiner Zwischenwelt lösen um Ruhe zu finden. Die Betrachterinnen und Betrachter werfen Räucherwaren ins Feuer, dessen Rauch dem Geist den Weg weisen in sein Traumland.
Es gelingt! Gelöst aus seiner Verkettung zu der Zwischenwelt kann er entschwinden.
Der Geist ist weg, der Ort gereinigt. Es gibt dem Neuen die Möglichkeit zu wachsen und den Ort zu gestalten. Drei rote Plastiken werden auf die Bühne gezaubert. Sie dienen als Sinnbild für die Manifestation des Neuen. Ein Lichtkegel bleibt auf der Ersten haften. Der Ausdruck der Plastik weckt im Betrachter und in der Betrachterin unweigerlich eine Vorstellung zum Inhalt.
Der Schauspieler macht das Publikum auf diesen Automatismus aufmerksam und verweist auf die Videoleinwand. Die dort anlaufende Projektion zeigt wie sich Vorstellungen verändern, sich vom Einfachen in Bizarres verwandeln können. Der Betrachter und die Betrachterin werden animiert die eigenen Vorstellungsbilder zu öffnen und zu hinterfragen. Es braucht Offenheit um kreative Orte zu verstehen um sie somit auch unterstützen zu können.
Damit kreative Orte bestehen und sich weiter entwickeln können, braucht es viel Durchsetzungsvermögen. Die Kraft dazu kann aus der kosmischen Energie der Schöpfung gewonnen werden und der kollektiven Unterstützung der interessierten Menschen.
Auf schauspielerische Weise wird auf diesen Vorgang hingewiesen, die Besucherin und der Besucher stellen die kollektive Unterstützung dar. Etwas entfernt vom Publikum erscheint die Skulptur «Himmelshörner». Ein Lauffeuer quer über die Bühne weist den Weg. Ihre Form und der ultraviolette Schein verkörpern die Transformation der kosmischen Energie zu diesem kreativen Ort.

Die Skulptur leuchtet, ruhige Musik erklingt, sonst Stille.

Die Vorstellung ist zu Ende

Mitwirkende

Filmproduktion: Aloco GmbH, Verena Endtner, Bern
Technik: Willy Perroud, Dielsdorf ; Thomas Heer, Dielsdorf
Das Projekt wurde ermöglicht, Dank der freundlichen Unterstützung von:

Gueng AG, Steinmaur; Fleischli, Bächereien, Niederglatt;

Schuhmode Dieli, Dielsdorf; Copystore, Dielsdorf; Tobler, Interieur, Dielsdorf;
Reist, Eisenwaren, Dielsdorf;
Pigna, Raum für Menschen mit Behinderung, Bülach